NACHLESE zu 25 Jahre Allee Hermannshalde

WISSENSWERTES und zum SCHMUNZELN über die Allee Hermannshalde

 

  • Viel ist über die Entstehungsgeschichte der Baumallee nicht zu finden. Eine allererste Beratung im Gemeinderat gab es am 7. Mai 1996.

 

  • Es gab wohl heiße Diskussionen im Gemeinderat und in der Öffentlichkeit über die Pflanzung der Baumreihe. Protokolle finden sich nicht. Ob es überhaupt einen Beschluss gab oder es letztlich eine Verwaltungsentscheidung war, bleibt unklar.

 

  • Die Grundidee kam von Bürgermeister Horst- Störrle, unterstützt von SPD Gemeinderat Dr. Siegfried Werner. Beide begeisterten sich für die Baumreihe.

 

  • Die Pflanzung gilt als sog. Ausgleichsmaßnahme für den Landschaftsverlust bei der vorangegangenen Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes.

 

  • Im Jahresrückblick ,,Blick zurück 2020“ heißt es lediglich lapidar:
    ,,Die Ausgleichsmaßnahmen Lindenallee/Hermannshalde und Streuobstwiesen Pfaffenloh sind fertiggestellt.“

 

  • Die benachbarten landwirtschaftlichen Eigentümer waren (und sind ) nicht allzu begeistert. Sie gaben, trotz finanzieller Entschädigung durch die Stadt, ungern Randstreifen ihrer anliegenden Äcker und Wiesen ab. Ohne diese Flächen wäre die Pflanzung allerdings nicht machbar gewesen.

 

  • Auch in der Bürgerschaft war das Vorhaben umstritten.
    So bildete sich eine Bürgerinitiative GEGEN die Baumallee. Allen voran eine Elterninitiative mit der Begründung, die Drachen ihrer Kinder würden sich im Herbst beim Drachenfliegen in den Baumwipfeln verheddern.

 

  • Überlegungen, die Baumallee bis nach Steinenbronn weiterzuführen, wurden nicht weiterverfolgt.
    So endet bis heute die Baumreihe an der Markungsgrenze zu Steinenbronn. Viele Waldenbucher und Steinenbronner bedauern dies bis heute.

 

  • Am 1. April 2000 fanden die Spaziergänger ein neues ,,Straßenschild“ vor.
    In Konspiration mit befreundeten Bauhofmitarbeitern hatte ein Bürger ein ,,echtes“ Straßenschild ausgeliehen, beklebt und in dunkler Nacht heimlich mit seiner Frau am Wegrand den Pfosten eingehauen.

 

  • Seither spricht man im Volksmund meist nur noch von der ,,Horst- Störrle- Allee“.
    Viele Bürgerinnen und Bürger sind sogar überzeugt, dass das der offizielle Name sei. Und wer weiß? Vielleicht eines Tages …

 

  • Auf jeden Fall hat sich diese Allee zu einem der beliebtesten Spazierwege und Radwege von Waldenbuch entwickelt.
 


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